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Ausgabe 198/199 – Klang der Zeit

Aus dem Editorial von Andreas Galling-Stiehler, Elisabeth von Haebler und Jürgen Schulz:

Wie klingts in diesen rauen, lauten Zeiten, wie klang es vorher? Was machen die, die am Wohlklang arbeiten und wie geht es ihnen damit? Seit langer Zeit waren wir als Redaktion nicht so ratlos und so sehr angewiesen auf den Rat und das Erzählen derjenigen, die als Profis Klang erzeugen, hören, schreiben, zeichnen. Drum sind es auch für uns außergewöhnlich viele Interviews geworden. Und die eine Partitur für dieses Heft fehlt auch – keine eine Tonart! Unser Heft ist eher ein Mixtape mit 27 Titeln geworden – eins wie in den 1980er Jahren, in denen sich Boomer damit Geschenke für den Walkman machten. Dabei nahmen sie entweder Hits von LPs oder aus dem Radio auf Kassette auf. Das ist auch unser Heftkonzept geworden.

Lesen Sie hier das ganze Editorial (PDF-Download).

Ebenfalls als Download stehen das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe und das Cover bereit.

Das Heft ist für 20 € im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-911752-03-9) oder kann bei uns bestellt werden.

Andreas Bratz – Seelenwesen reden

Mit über 230 Collagen lässt Andreas Bratz die Wesen sprechen, die in seinen Fotografien mit der Schere auftreten. Er zerschneidet Fotos von äußeren Räumen und erhält so Bilder der Innenräume seines Seelenkastens, die er in den Fotos anderer gesehen hat. Er entwickelt sie, indem er die Schnipsel mit den Händen fügt, um sie dann mit einem Klebestift zu fixieren. Die dabei entstehenden Räume bevölkern sich dabei immer mit Wesen, die in Haikus zu Wort kommen.

Seelenwesen reden (gebunden 248 Seiten) ist in der edition ästhetik & kommunikation erschienen und wurde von Kathi Siebenhandl gestaltet. Der Bildband ist ab dem 20. Oktober 2025 für 38 € im Buchhandel mit der ISBN 978-3-911752-02-2 erhältlich oder kann direkt über unsere Website bestellt werden.

Ausgabe 192/193: Entfremdete Intelligenzen

Ein Auszug aus dem Editorial von Elisabeth von Haebler:

Prometheus, der mit dem Feuer spielt, der Zauberlehrling, der mit dem Besen tanzt, die Physiker, die sich im Irrenhaus hinter ihrem Wissen verstecken, 1984 das undurchsichtige Überwachungsmodell von Orwell, vieles wird vergleichsweise herbeizitiert, um KI zu fassen und die Gefahr zu bannen, die von ihr ausgehen könnte. Die Dystopie aus Kafkas Prozess scheint ein solches System zu beschreiben, wie es KI „erschafft“: Ein gigantisches System, in dem weder Angeklagter noch Richter verstehen wie das System funktioniert, noch warum sie tun, was sie tun. Heute in der Zeitung eine Headline „Neues aus dem Seelengenerator“. In Hollywood bestreiken die Schauspieler die Games-Studios. Was bleibt von Darstellern, wenn sie sich digitalisieren lassen? Grundsatzfragen, die für die Redaktion Anlass genug sind sich mit Entfremdeten Intelligenzen zu befassen. Es geht uns nicht um ein Urteil, Fluch oder Segen, sondern um mehr: Das Denken nimmt uns keiner ab, wir suchen nach Schnittstellen, wir beobachten das Verhältnis von Sprache zu Bildern und wir nutzen KI, wir arbeiten zusammen, um das Fremde vertraut zu machen, lassen uns inspirieren und nicht reduzieren auf das Lektorieren von KI-Texten, die syntaktisch überzeugen, aber nicht immer sinnvoll sind.

Lesen Sie hier das Editorial (PDF-Download).

Ebenfalls als Download stehen das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe und das Cover bereit.

Das Heft ist für 20 € im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-9822591-8-5) oder kann bei uns bestellt werden.