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Editorial Heft 144/145

Heft 144/145: Das 20. Jahrhundert beenden!Heft 144/145 40. Jahrgang 40. Jahrgang 2009/10 20 €


Das 20. Jahrhundert beenden!

Inhaltsverzeichnis

Das 20. Jahrhundert beenden!

2009 heißt 20 Jahre Abstand zum Ende der Nachkriegszeit 1989, heißt ein Jahr vor dem Ziel­punkt der Agenda 2010, heißt, nachzuschauen, ob man tatsächlich im 21.Jahr­hun­dert angekommen ist. Man, das ist in diesem Fal­le nicht die Welt, oder Europa, oder die Bundesrepublik Deutschland. Da ließe sich vieles sagen. Das ist hier nicht der Sinn der Sache. Angesprochen sind wir, die Intel­lek­tuel­len. Sind wir schon im 21. Jahrhundert an­ge­kommen, oder traben wir noch in den Fuß­spuren des 20.?
Ob man mehrheitlich angekommen ist, da­ran mag man Zweifel haben. Wir maßen uns aber mit diesem Heftthema nicht an, das 20. Jahrhundert zu überblicken und zu unterscheiden, was bleibt und was nicht. Wir sollten aber im Stande sein zu sagen, was wir von den maßgeblichen Illusionen und Einstel­lun­gen des 20. Jahrhunderts ganz bestimmt nicht ins 21. weitergeschleppt sehen wollen. Und, noch persönlicher, wie wir uns in unserem Selbst­gefühl und Selbstverständnis nicht noch einmal missverstehen, bzw., was wir von dem, was wir im 20. Jahrhundert betrieben haben, ganz bestimmt nicht noch einmal machen wollen.
Das Heft soll also nicht abgeklärt zurückblicken und resümieren, sondern eher agitieren, also: in den eigenen Reihen, die ja auch längst nicht mehr die überschaubaren ge­wohn­ten sind, Unruhe stiften – wenn das nicht auch schon zu vermessen sein sollte. Deshalb der ironisch-agitatorische Unterton des Heft­ti­tels – es wird doch noch einige geben, die sich an Mao Dse Dungs Direktiven erinnern („Dem Volke dienen“ usw.).
Das heißt nicht, dass es in den hier versammelten Beiträgen nicht ums Grundsätzliche ginge. Im Gegenteil: Sich von dem Verdacht zu befreien, ein Resümee des 20. Jahrhunderts liefern zu wollen, war offensichtlich die Vor­aussetzung dafür, an dem einen oder anderen Punkt sich tatsächlich die Grenzen des 20. Jahrhunderts kenntlich zu machen und nach vorne zu blicken. Und um diesen Blick nach vorne ins 21. Jahrhundert geht es dem Heft – dafür die Ungeduld.

Dieter Hoffmann-Axthelm
Wir bauen unsere Seite um und sind daher z.Z. nicht ganz aktuell. Bis bald im neuen Look!



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